RWTH - vielleicht doch nicht so Exzellent oder Elite (Update WS19/20)

Ich bin zum Wintersemester 16/17 für den Master "Entwicklung und Konstruktion" an die RWTH gekommen und möchte ich ein erstes Fazit ziehen. Ich habe fünf Veranstalltungen gehört, drei im Master und zwei Auflagenfächer vom Bachelor und die werde ich nun ein wenig auseinandernehmen. Vor allem im Bezug auf wie man dort lehrt und wie man mit den Studenten umgeht.

 

Konstruktion und Anwendungen von Lasern und optischen Systemen (Wahlpflicht Master):

Das Fach ist interessant aufgebaut, wenngleich es nur einen Ausblick auf weitere Mastervorlesungen gibt. Nix grobes zu beanstanden.

 

Laserstrahlquellen (Wahlpflicht Master):

Das Fach wird vom Chef des ILT gehalten und geht in die Tiefe und der Stoff wird sehr eingängig und ansprechend präsentiert. Der Professor verliert sich manchmal ein wenig in Erklärungen und kommt damit in Zeitnot den Stoff durchzubekommen, aber es ufert nicht aus. 

 

Leichtbau (Pflichtfach Master):

An sich ist das Fach interessant, allerdings gibts da einige Probleme bei Vorlesung und auch Übung:

​1) Die Vorlesung wird auf Deutsch gehalten, weil es eine Vertiefung im Bachelor ist. Die Vorlesung gibt es auch auf Englisch und daher sind alle Folien auf englisch. Das macht es nicht wirklich einfach den Stoff aus der Vorlesung anhand der Folien nachzuvollziehen, da man die deutschen Fachbegriffe kennt und die englischen nicht. Begründung für die ausschließlich englischen Folien ist, das es zu viel Aufwand sein würde zwei Sätze zu verwalten. Man müsste dann immer in beiden die gleichen Änderungen machen und dann vergisst man hinterher was.... Lieber Herr Schröder, haben sie schon mal was von Versionsverwaltung gehört? Ist ganz geil und gibts auch kostenlos.... Nennt sich Git, Mercurial, etc und es gibt auch geile graphische Interfaces dafür wie z.b. Sourcetree. Nutz ich seit Jahren und ist genial.

2) Die Lösungen für die Vorrechenübungen werden teilweise viel zu spät hochgeladen. Die Übung ist Montags und Donnerstag in Selbstrechenübung und es ist absolut nicht nachvollziehbar, wenn eine Lösung bis dahin nicht hochgeladen ist. Zumal die Dozentin auf ihrem Lenovolaptop direkt in Onenote schreibt, also im Anschluss den Kram nur als PDF exportieren und hochladen muss. Trotzdem werden dann teilweise Lösungen aus dem letzten Jahr hochgeladen. Die Begründung dafür ist mir total schleierhaft und macht es nochmal lächerlicher, das die Lösung nicht am selben Tag wie die Übung online ist!

3) Die Selbstrechenübung an sich ist gut und notwendig, allerdings ist sie zeitlich völlig falsch dimensioniert. In den seltensten Fällen kann man die Aufgaben in der Zeit rechnen (das ist auch allgemein bekannt) und es bleibt kaum Zeit die Lösung sinnvoll vorzustellen. Eine Übung mit 3 mal der derzeitigen Übungsdauer oder weniger Übungen wäre sinnvoll.

 

Werkstoffkunde (Auflagenfach Bachelor):

Kommen wir zu dem Fach, dessen Institut sich scheinbar noch in der Steinzeit befindet. Es ist echt unfassbar....

1) Ich habe die Mittwochsvorlesung bei Herrn Janitzky gehört und solange er die Vorlesung hält, ist die Veranstalltung auch ok bis gut. Er bringt den teilweise recht drögen Stoff gut rüber und braucht dafür auch deutlich weniger Zeit als sein Ersatz. Da liegt nämlich das Problem, wenn er nicht kann (oder keinen Bock hat), dann übernimmt ein Ersatz. Keine Ahnung was der sonst macht, angeblich hat er auch schon anderweitig Vorlesungen gehalten, aber sein Stil ist echt grausam. Teilweise muss man stark daran zweifeln, ob Deutsch seine Muttersprache ist und ob er nicht gleich beim Reden einschläft. Er kommt nicht auf den Punkt, noch kann er gut erklären. Das führt zu ellen lange Vorlesungen für Stoff, für den Janitzky vlt 60-75% der Zeit gebraucht hätte. In der Vorlesung sind auch bloß 5-10% der Leute anwesend, die hinterher die Klausur schreiben.

2) Man muss ein Skript kaufen, wenn man sinnvoll lernen will. Das Skript kostet 15 Euro und ist knapp 330 Seiten stark, also ein richtiger Brocken. Es wird keine Möglichkeit geboten, das Skript als Download zu bekommen. Hallo?! 1980 hat angerufen und möchte seine Art Lehrmaterialen zu verteilen zurück..... (btw ihr Flaschen die WSÜler schafft es ihr Skrip als Download anzubieten, vlt fragt ihr da mal nach wie so moderne Dinge gehen....) Das Skript kauft man übrigens am Anfang im Institut und man bezahlt bar und bekommt keine Quittung (smell detected btw...).

3) Die Übung wird von immer wieder wechselnden Menschen gehalten. Mir scheint es, dass das grade der tut, der bei Stöckchen ziehen verloren hat. Viele sind nicht motiviert und manchen sprechen auch einfach verdammt schlecht Deutsch. Die versteht man schlecht und das killt die Übung. Teilweise scheinen die auch echt n Stock im Arsch zu haben, denn wenn man mal ne Frage zu einer Klausur per Mail schickt, dann wird man bloß auf die Sprechstunde verwiesen, obwohl die Frage in 4-5 Worten zu beantworten gewesen wäre.

 

Wärme und Stoffübertragung (Auflagenfach Bachelor):

Ich mag das Fach wirklich, es ist interessant und man lernt viel was man quasi direkt so anwenden kann oder bekommt Einblicke in alltägliche Phänomene, aber dann aus WSÜ Sicht. Die können sich allerdings auch noch verbessern:

​1) Die Selbstrechenübung ist gut und in dem Fach auch echt nötig, allerdings haben die teilweise auch so einen krassen Verzug beim Hochladen wie bei Leichtbau. Hinzu kommt, das manche Lösungen eher so dahingerotzt sind und nicht wirklich schön und sauber aufgeschrieben sind. Es gibt Tex liebe Leute, wenn ihr ne bekackte Handschrift habt, dann nutzt es. Kann man auch später immer mal wieder gebrauchen, in der Masterarbeit z.b. (für Word lacht einen doch jeder aus.....).

2) Die Stoffübertragung wurde von einem Assi gehalten und der Kerl hat augenscheinlich noch nie ne Vorlesung gehalten. Man kann doch ein neues Thema nicht von so jemandem einführen lassen.... Das war teilweise sehr konfus, wurde aber zum Glück durch verdammt gute Erklärungen in der Vorrechenübung aufgefangen.

Übringes egal was ihr dem Yona Frekers (Vorrechenübung) zahlt, verdreifacht es. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der dermaßen auf den Punkt erklären kann und der Aufgaben so anschaulich lösen kann. Ihr habt n Einhorn gefunden liebe WSÜ Leute.

 

 

Update SS17:

Thermodynamik I (Auflagenfach Bachelor):

Auch bekannt als der Horror aller Maschis in Aachen, weil Durchfallquoten von 50% und mehr üblich sind. Die Veranstalltung ist generell am besten von allen organisiert, es ist alles online verfügbar, die haben genug Leute um sich um die Massen an Studenten zu kümmern. Der Dozent Bardow ist mit der beste Vorlesungsdozent, den ich in meiner Unikarriere hatte (gleiches Level wie der Mathedozent Räsch in Bonn). Der vermittelt den Stoff ziemlich anschaulich und schafft es auch die Studenten wirklich für das Thema zu begeistern. Die Vorrechenübung ist auch gut auch wenn die Qualität der Vorrechendozenten manchmal nicht optimal ist, ist sie weit besser als viele andere. Es gibt weiterhin genug Selbstrechenübungsplätze und da vor allem genug Tutoren pro Student und die Tutoren sind fachlich auch top. 

Man sollte sich aber bewusst sein, das man für das Fach verdammt ackern muss, denn die SRÜs haben sich gewaschen und ich hab jede Woche noch vor der SRÜ 6h darin versenkt, um überhaupt in der SRÜ den Rest schaffen zu können. Ich kann nur jedem raten sich damit zu beschäftigen bis man kotzt, denn ansonsten bekommt man da kein Bein an den Boden. Nutzt keine Musterlösung, sondern setzt euch hin und tüftelt rum und löschert die Tutoren.

 

Mechanik 2 (Auflagenfach Bachelor):

Das IAM ist das schlechteste Insitut dessen Veranstaltung ich bisher besucht habe. Die Volesung ist so naja und die Vorrechenübung auch eher so mau. Das liegt daran, das man sich überlegt hat keine Musterlösungen für die VRÜs rauszugeben, sondern die Studenten alles abpinseln zu lassen. Das wäre besser fürs lernen oder so. Ist ja nicht so, dass das vlt jeder selbst entscheiden möchte, nein die machen das für dich. Die VRÜs sind auch teilweise so vollgepackt, das man vor lauter Mitschreiben nix mitbekommt und das kann ja wohl kaum der Sinn sein. Die VRÜ Dozenten reißen es teilweise wieder raus, aber retten nicht wirklich viel. Die SRÜs sind ganz ok, nur sollten manche von den Tutoren selber nochmal Mechanik 2 hören. Die hatten teilweise so wenig Plan, das war schon peinlich und die Musterlösung lesen kann ich selber. 

Kommen wir zur Klausur bzw dessen Vorbereitung. Vorab: Die Aufgaben in der Klausur haben nix mit der SRÜ zu tun, die SRÜ ist zum verstehen. In der Klausur geht es zu 100% um Schema, das geht komplett ohne Mechanik verstanden zu haben. Es wurde 4 Wochen vor der Klausur eine Aufgabensammlung veröffentlicht mit allen Aufgaben, die in der Klausur dran kommen können, also so knapp 300-400 Aufgaben. Es gab Lösungen in Form von Werten, allerdings keinen Lösungsweg. Die Klausur fragt auch nur den Endwert ab, wenn der falsch ist, gibts 0 Punkte. Das bekloppte an der Aufgabensammlung war, das die Lösungen vom IAM in den ersten Versionen zu ca 60% einfach falsch waren. Man rechnet und rechnet und die Volldeppen waren zu blöd das richtige Ergebnis da reinzuschreiben. Wie das passieren kann, wenn die Aufgaben vom Computer generiert werden, ist mir schleierhaft... Da kann wohl wer nur sehr schlecht programmieren oder Excel nicht benutzen. Selbst in der Entgültigen Version den Katalogs waren noch Aufgaben drin, die wir nicht lösen konnten (Laut Tutor fehlen uns dazu die Methoden) oder die falsche Ergebnisse hatten. Wie unfähig muss man eigentlich sein?! Auch in der Klausur haben sie es geschafft eine Aufgabe zu verkacken und es wurden nachträglich allen Studenten mehr Punkte gegeben.

Abschließend kann man dazu nur sagen, das es ein unfassbar unfähiges Insitut ist, das sich gerne als total progressiv hinstellt, aber nicht merkt wie unfassbar dämlich es ist. Über das Klausurformat des "Ich frage nur das Endergebnis ab und der Rest ist mir egal", könnte man den eigenen Rant schreiben. Das ist so unfassbar weit weg von der Realität und so krass gegen den Studenten gerichtet, das passt auf keine Kuhhaut.

 

Konstruktionslehre 2 (Master):

Ganz interessantes Fach, das die Brücke in die Industrie gut schlägt. Man bekommt einen sehr guten Einblick was es alles für Prozesse gibt und wo und wie man das optimieren und verändern kann. Die Vorlesung fand ich gut, auch weil der Dozent immer wieder aus dem Nählästchen plaudert. Die Übung wird durchgehend von kompetenten Leuten gehalten, hat aber kein hohes Level. Das ganze Fach ist ausweniglern intensiv und die Klausur fragt auch so ab. Man haut sich den Stoff in den Kopf und kloppt in in der Klausur wieder raus. Anders kann man das leider nicht wirlich gestallten, zumindest in der heutigen Zeit nicht. Was davon bleibt ist, das man später von vielen Sachen schon mal gehört hat und sich schnell zurechtfindet.

 

Servohydraulik (Master):

Ich fand die Vorlesung desaströs, weil der Dozent (Murrenhoff (war angeblich seine letzte Veranstalltung)) durch die Folien fliegt und nicht wirklich Erklärungen gibt. Man bekommt irgendwie einen Überblick was Servohydraulik ist, aber mehr auch nicht. Ich fand es auch schwer zu folgen, weil ständig zwischen Folien, die bis zum bersten voll mit Herleitungen waren (wurden nicht erläutert) und total inhaltsleeren gewechselt wurde. Zudem hatte die Veranstalltung einen 3h Zeitslot und so lange kann sich kein Mensch konzentrieren. Die Übung war auch sehr mau, denn dort wurde viel von dem was in der Vorlesung nicht kam nachgereicht, aber auch sehr schnell und eher husch husch. Die Übungsblätter wurden quasi nicht bearbeitet, das sollte man selber machen, allerdings kamen die Lösungen dafür teilweise so spät, das man thematisch schon wieder viel weiter war. Alles in allem eher so 4-4-, wenn überhaupt.

Die Klausur fand ich eine Frechheit, wenn man sie mit dem vergleicht womit man üben konnte. Wir haben viele recht alte Klausuren und eine von 2015 zum Üben bekommen und das deckte sich recht gut mit dem aus der Übung. Es wurde allerdings gesagt, das die Klausur ein wenig mehr in Richtung Regelungstechnik sein wird. Die Klausur war dann allerdings hauptsächlich Regelungstechnik und verdammt schwer. Das finde ich extrem unfair und einen richtigen dickmove. Die Klausur ist für eine Masterklausur auch extrem schlecht ausgefallen und hatte einen Schnitt von 3,4, das wurde von den Übungsleitern allerdings mir "Andere Fächer sind auch schwer" abgetan. Ich hab noch von keinem Fach in meiner Vertiefung gehört, das einen derart schlechten Schnitt hatte.... Ich hoffe der neue Dozent macht einiges besser, denn so war das Fach einfach zum kotzen.

Update SS18:

Die neue Dozentin ist in der Tat besser und stellt das Insitut vom Kopf auf die Füße und bringt die Hiwis endlich mal auf Trab. Es werden langsam mal moderne Medien eingesetzt und man muss nicht ständig versuchen die Sauklaue des Dozenten in der Übung zu entziffern. Weiterhin wurden bessere Altklausuren zur Verfügung gestellt. Es wird ab dem nächsten Jahr ein besseres Skrip geben etc. Die Veranstaltung kann also in Zukunft wieder deutlich besser werden. 

 

Update WS17/18:

Mechanik 3 (Auflagenfach Bachelor):

Gleiches Spiel wie bei Mechanik 2. Die Aufgabensammlung ist wieder eine Katastrophe gewesen mit inzwischen 7 Versionen. Erst jetzt sind halbwegs alle Fehler raus, hat ja nur 5!!!! Monate gedauert. Das muss man sich mal wegtun.... Wir Studenten sollen das in 4 Wochen vor der Klausur durchrechnen können, aber die bekommen es nicht gebacken in den 4 Monaten vorher vernünftige Aufgaben zu stellen. Es ist ja nicht so das es 300 einzigartige Aufgaben sind, es sind eher 80-100 in verschiedenen Varianten und in 4 Wochen bekommt man die locker gerechnet, aber das IAM schafft es nicht die fehlerfrei zu stellen. Da geht bei einfach falschen Ergebnissen los bis hinzu mechanisch/mathematisch unmöglichen Aufgaben. Überbestimmte Dreiecke, physikalisch völlig beknackte Aufgaben (rollen ohne Reibung und Energieverlust) und dergleichen. Wer stellt sowas? Leute in der Mittelstufe? Naja das Insitut kann man nur niederbrennen und von vorne anfangen.....

Thermodynamik II (Auflagenfach Bachelor):

Hier kann ich dem Abschnitt über Thermo I nicht viel hinzufügen. Einfach top das Insitut, leider eins der ganz ganz wenigen Ausnahmen. Die Klausur dieses Semester war auch fair gestellt.

 

 

Update SS18:

Fügetechnik 1 - Grundlagen (Pflicht Master):

Tolle Veranstaltung! Der Dozent ist begeistert und setzt die Medien entsprechend ein und erzählt auch mal aus der Praxis. Die Übung ist auch sehr gut und vertieft und verdeutlicht den Stoff aus der Vorlesung. Die Übungen werden jeweils von Experten auf dem Gebiet gehalten was auch detailierte Rückfragen ermöglicht. 

Bezüglich Klausur muss man sehr viel auswendig können, aber nach einer Weile ist das schon fast alles gesunder Menschenverstand. Macht halt einfach Spaß.

Auf Fragen per Mail wird schnell und ausführlich geantwortet und die sonstige Organisation ist auch gut. 

 

Lasermesstechnik (Wahlfach Master):

Generell eine gute Veranstaltung. Mich hat das Thema einfach interessiert und da sieht man dann über einige Schwächen hinweg wie z.b. das es öfters mal sehr ausführliche Herleitungen zu bestimmten Formeln gab, die man in der Praxis nicht wirklich einsetzt. Hilft vielleicht fürs Verständnis bei manchen, aber ich fand es teilweise etwas zu viel des Guten. Ansonsten bekommt man einen sehr guten Einblick in das Gebiet und das auch meist an realen Anwendungsfällen. Es ist immer sehr schön, wenn man sieht wie dann die Theorie in der Praxis umgesetzt ist.

Die Übung folgt sehr gut der Vorlesung und die Aufgaben sind gut abgestimmt, auch wenn es manchmal doch sehr mathelastig wird im Bezug auf Herleitungen (Ich hab die Teile dann ausgelassen, weil mir das nichts bringt). Man muss dreimal vorrechnen, um an der Klausur teilnehmen zu können. Das finde ich, ist ein gutes Konzept, um die Studenten dazu zu bringen sich ständig mit dem Stoff zu beschäftigen. Zudem gibt es ein optionales Testat, das wie die Klausur ist und falls die Testatsnote besser ist als die Klausurnote, dann zählt diese 25%. Lohnt also durchaus.

 

DMKS:

An sich ein spannendes Thema, aber der Dozent ist leider eine Katastrophe. Weicht ständig vom Thema ab und erzählt mit unfassbar langweiliger Stimme. Ich bin nach ein paar Kostproben nicht mehr hingegangen. Die Übung fiel leider ähnlich schlimm aus. Sie hatten des öfteren einen Dozenten, der fachlich bestimmt top war, aber leider kaum deutsch konnte. So fehlte ihm das Vokabular für ausführliche Erklärungen und auch zum Rückfragen verstehen reichte es nicht. Sowas geht meinere Meinung garnicht. Auf meine Rückmeldung dieses Sachverhaltes wurde nicht reagiert. Ich habe mir dann alte Videos organisiert und die Übungen damit gemacht.

 

Update WS19:

Master Thesis am Fraunhofer war top. Kein Vergleich mit der deutlich supoptimalen Lehre. Es ist Geld da und die Leute haben Bock einem was beizubringen und man kann sich da ziemlich frei entwickeln und seine Arbeit machen. Kann ich wirklich nur empfehlen, dafür lohnt sich das Studium dann schon und man bekommt mal Einblicke wie es im Job laufen kann. 

Also Abschlussarbeiten sind top, hab ich auch sehr gut abgeschlossen, aber der Rest ist schon oft für die Tonne. Schade eigentlich, denn es gäbe so viele Möglichkeiten.

 

Abschließend kann ich nur sagen, das ich nicht weiß wo die RWTH exzellent sein soll. Bis auf sehr wenige Ausnahmen, ist der Umgang mit den Studenten weder Elite oder Exzellent, sondern im besten Fall Durchschnitt. Das IAM ist da echt das absolute Schlusslicht. Also falls ihr überlegt zur RWTH zu kommen, weil es "Elite/Exzellent" sein soll, dann streicht das mal. Ihr bekommt davon nix mit, außer ihr geht hier in die Forschung. Daher finde ich das Label "Elite/Exzellent" auch echt nicht angebracht, weil es im wichtigsten Bereicht der Uni einfach nicht zutrifft.

 

 

Comments

Komm mal an die TU Dresden, dann weißt du, was nicht gut ist. Sei froh, dass es wenigstens irgendeine Form von Skripten gibt... Und die Verwaltung funktioniert.

Nur weil etwas noch schlechter gemacht werden kann, sollte man nicht mit etwas weniger schlechtem zufrieden sein....

Haha so und nicht anders! Servohydraulik ist echt ein scheiß Fach. Die Lehre lässt sich schon was wünschen. Oft wird man ins kaltes Wasser gelassen. Ich frage mich wieso? Ich dachte immer es wäre so, dass nur die Leute, die sich selber die Sachen erklären können, sollen weiter machen. Aber es ist auch nur eine wilde Idee von mit. Ich bin nicht bitter auf mein Studium. Ja ich habe nicht die mega Noten. Aber ich habe schon gelernt und das beste an dieser Uni ist die geile Möglichkeiten Forschung zu sehen und selbst was praktisches zu erfahren. Ein Hiwi job kann ich jeden empfehlen. Saludos

Die Exzelenz bezieht sich ausschließlich auf die Qualität der Forschung, hier nachzulesen: "https://de.wikipedia.org/wiki/Exzellenzinitiative".
Ja, die Lehre schwankt in der Qualität sehr stark. Ich selbst habe meine Masterarbeit am Thermodynamik-Lehrstuhl geschrieben und war anschließend noch einige Monate angestellt. Dass die Qualität hier so hoch ist, liegt daran, dass dies von Prof. Bardow Top-Down durchgesetzt wird. Auf der anderen Seite geht damit auch die Belastung der Assistenten einher, die neben ihrer Forschung, der Betreuung der Studenten und dem anfertigen ihrer Promotionsschrift auch die Lehraufgaben stemmen müssen. 60 Std/Woche sind da nicht selten.
Außerdem gilt es festzuhalten: Weder Assistenten noch Professoren habe eine Ausbildung in Pedagogig durchlaufen. Ja, eine Universität ist eine Lehreinrichtung und wer damit gar nichts anfangen kann, sollte in die Wirtschaft gehen, aber wenn man nicht von aus aus das nötige Talent mitbringt ist das halten von Übungen "weil man noch Lehreaufgaben zu erfüllen hat" halt einfach nur eine lästige pflicht. Da die Lehre aber gleichmäßig verteilt sein muss um die Belastung auszugleichen, wird man immer bessere und schlechtere Übungsleiter haben.
Was die RWTH dennoch eine Exzelente Wahl des Studienorts macht, ist dann eben doch die internationale Spitzenforschung. An nicht vielen Unis hat man so viele Vertiefungsmöglichkeiten und kann sich intern so weit entfalten wenn es um die Wahl von Bachelor- und Masterarbeiten geht. Und so ansträngend es sein mag, den "Softskil" sich selbst anständige Lernmaterialien zu besorgen, sollte man nicht unterschätzen. Im berufsleben wird auch erwartet sich die Schachen selbst draufzuziehen und keiner wirft einem perfekt abgestimmte Tutorials an den Kopf; und nein, das ist kein Freibrief für schlechte Lehre ;)

Gute Zusammenfassung. Habe vor 30 (!) Jahren an der RWTH studiert und auch promoviert. Deine Beschreibung zeigt, es hat sich nichts (!!) geändert. Schon damals war Werkstoffkunde ein Zumutung und Thermo super. Das Thema Exzellenz ist für die Studierenden nicht wirklich relevant. Das merkst du erst, wenn du promovieren willst. Studierende stören nur, man brauchst sie, um an das Geld des Hochschulpaktes zu kommen.

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